Tanz der Atome: IBM präsentiert den kleinsten Film der Welt

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IBM lässt die Puppen tanzen. Oder um es genauer zu sagen, die Atome. Denn in dem „kleinsten Film der Welt“, der den Titel „Ein Junge und sein Atom trägt“, bestehen alle Darsteller nur aus den allerkleinsten Teilchen, die man sich vorstellen kann.

Mini-Entertainment:
In dem knapp anderthalb Minuten langen Kurzfilm „Ein Junge und sein Atom“ trennt sich ein Atom von seiner Gruppe und begegnet einem Jungen. Die Beiden spielen und tanzen miteinander, wobei das Atom mal als ein Springball und mal als Trampolin funktioniert. Danach verlässt es den freudestrahlenden Jungen und steigt in den Himmel auf, wo es mit anderen Atomen zusammen die Worte „Think“ und „IBM“ bildet.


Der Hintergrund:
Der Film mit den tanzenden Atomen entstand bei IBM nicht einfach nur aus einer Laune heraus. Das Unternehmen erforscht momentan die Möglichkeit, durch die Verschiebung und manuelle Strukturierung von Atomen größere, langlebigere Speichermedien für künftige Computer-Generationn zu entwickeln. Dazu müssen sie die Atome teilweise einzeln mit einem Spezial-Mikroskop erfassen. Dabei verfügt das Mikroskop über eine kleine Nadel, welche polarisiert wird, um die Atome dadurch anzuziehen.
Um zu verdeutlichen, wie das Prinzip der Atom-Bewegung funktioniert, inszenierte ein Team von IBM den kleinen Film „Ein Junge und sein Atom“, bei dem tausende von Atomen zuerst in Position gebracht und anschließend mit dem Spezial-Mikroskop abfotografiert wurden. Auf diese Weise entstand ein Frame des Films und die Atome wurden für die nächste Einstellung verschoben. Im fertigen Film sieht es dann so aus, als würden kleine, silberne Kugeln sich bewegen und als Zuschauer neigt man dazu, es für einen Computer-Trick zu halten. Aber wie bereits am Anfang des Films erläutert wird, handelt es sich um tausendfach vergrößerte Atome, die als Schauspieler des Clips dienen. Ob die kleinen Kügelchen es allerdings irgendwann nach Hollywood schaffen, um dort Stars aus Fleisch und Blut abzulösen, ist zu bezweifeln. Allerdings zeigt der Film sehr eindrucksvoll, welches Potential in den kleinsten Bausteinen der Natur steckt.

Eine coole Infografik über Atome könnt Ihr Euch übrigens hier ansehen.

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